Uhl, Anklam ua: Theater in der Psychiatrie


Uhl, Anklam ua: Theater in der Psychiatrie

24,99
Preis inkl. MwSt. versandkostenfrei


Idun Uhl, Sandra Anklam, Silke Echterhoff, Thomas Klare (Hg.)
Theater in der Psychiatrie
von Verwandlungen, Wagnissen und heiterem Scheitern.

mit einem Geleitwort von Georg Juckel und Luc Turmes

2015, kartoniert, 110 Seiten

Verlagswerbung:

„Verrückt spielen“ und gesund werden

Ein Theaterprojekt mit psychisch erkrankten Menschen stellt alle Beteiligten vor ganz besondere Herausforderungen. Das LWL-Universitätsklinikum Bochum und die LWL-Klinik Herten zeigen bereits seit einigen Jahren sehr erfolgreich, welche ungeahnten Chancen sich damit aber auch eröffnen. Die Patienten setzen sich nicht nur mit einer literarischen Vorlage, sondern gleichzeitig mit sich selbst auseinander und tragen zudem ihre Erlebnisse mit psychischen Erkrankungen auf spielerische und künstlerische Weise in die Öffentlichkeit.

Dieses Buch bietet faszinierende Einblicke in die Erfahrungen aller Beteiligten: schauspielernde Patienten und Mitarbeiter kommen ebenso zu Wort wie Zuschauer, Bühnenverantwortliche oder die Ärztlichen Direktoren der Kliniken. Die gewählten Ausdrucksformen reichen von Prozessreflexionen und Analysen bis hin zu Gedichten und Interviews. Im Vordergrund stehen nicht die Defizite, sondern die Ressourcen und Fähigkeiten der Patienten – ein klares Ausrufezeichen gegen die Stigmatisierung psychisch Erkrankter.

Ein anregendes Buch für ärztliches und psychologisches Fachpersonal sowie für alle anderen therapeutischen oder pädagogischen Berufsgruppen, aber auch für interessierte Laien, Angehörige oder Patienten, die offen sind für neue und ungewöhnliche Perspektiven auf psychische Erkrankungen und Theatertherapie.

Die Theaterprojekte wurden im Jahr 2012 mit dem Antistigmapreis der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN) ausgezeichnet.

Inhalt:

1. Akt: Verrückt? Und wenn schon!

Spielend krank sein oder spielerisch gesund werden?
Gelungene Inklusion
Was wäre, wenn ... Verrückte Theater machen?
Ein paar verückte Gedanken
Wahntäglicher Normalsinn
Eine Liebeserklärung an Krisen
Ankommen zusammen
Auf der Bühne sind wir alle gleich

2. Akt: Auf zu Neuem!

Hinterhof mit Aussicht
Oh Tannenbaum
Elfchen
Ein Stück Freiheit
Ich-Achterbahnen
Verwandlungen
Der Riese Pelloris
Das Leben schreit mich von der Bühne an. Oder: Wer bin ich als Zuschauerin und wenn ja, wieviele?
Wie Kafka mich das Leben spielend wiedererlernen ließ - ein zugegebenermaßen subjektiver Gesundungsprozess
Vom Wunderwerker zum verrückten Hutmacher
Satz-Zeichen!

3. Akt: Brüderchen THeater und Schwesterchen Therapie?

Theater trifft Therapie - eine Begegnung an der Schnittstelle von Kunst und Heilung. Oder: Heiter scheitern!
So fing alles an!
Psychoanalyse und THeater - zur psychoanalytisch orientierten Theatertherapie im psychiatrischen Fachkrankenhaus
Zur inneren Verbindungslinie zwischen "Theater" und "Psychiatrie" - geformte Leidenschaft, ihre Auflösung und ihre Verschmelzung mit dem Leben

4. Akt: Aha-Erlebnisse

Blick auf zwei Theaterprojekte aus der Sicht einer Angehörigen
3 x 13
Es war einmal - Erinnerungen an das THeaterprojekt "Balkonszenen"
Fingerübung
Selbst das eigene Leben ist nur ein Schauspiel
Was ist verrückt?
Aufbruch und Utopie des Gregor S. - Eine Dramödie

5. Akt: Unbeantwortetes

Theaterprojekt "Die Verwandlung"
Herr Beliebig
(T)raum einer Möglichkeit - Gedanken zum Kafka-Theaterprojekt
Rezept
Wie ich zum Theater kam
Frau Bott und ihre Tochter
Schauspielerin
Hart am Wind
Resonanzen - Auszüge aus Feedbackbögen und so weiter
 

Epilog

Der erzählende Wind

Diese Kategorie durchsuchen: Psychodrama